Laura Freudenthaler
13.06.2026
Exklusive Lesung mit Laura Freudenthaler um 20:30 Uhr
In ihrem neue große Roman Iris zeigt Laura Freudenthaler, wie sich historische Machtstrukturen bis heute im privaten Bereich zwischenmenschlicher Beziehungen widerspiegeln.
Was bedeutet es für eine Frau, dass Erfahrungen in unsere Körper eingeschrieben sind, über Generationen und Jahrhunderte hinweg? Wie wirken wir selbst an einer Geschichte mit, in der Gewalt immer weiter fortgeschrieben wird? Und wie entkommen wir ihr?
Freuen Sie sich auf einen spannenden Abend!
Ticketbuchungen direkt unter info@diewasnerin.at oder + 43 (0) 3622 52108 – Ticketpreis: € 15,00 (Für unsere Hausgäste kostenfrei.)
Laura Freudenthaler
Sie debütierte 2014 mit »Der Schädel von Madeleine«. Für ihren Roman »Die Königin schweigt« (2017) erhielt sie den Förderpreis zum Bremer Literaturpreis, er wurde 2018 als bester deutschsprachiger Debütroman beim „Festival du premier Roman“ in Chambéry ausgezeichnet. Für »Geistergeschichte« (2019), ihren zweiten Roman, erhielt sie den Literaturpreis der Europäischen Union. 2020 gewann sie den 3sat-Preis bei den Tagen der deutschsprachigen Literatur in Klagenfurt für ihren Text »Der heißeste Sommer«, 2024 erhielt sie den Anton-Wildgans-Preis. Zuletzt bei Jung und Jung erschienen: »Arson« (2023)
Auszeichnungen:
2024 Outstanding Artist Award in der Sparte Literatur
2024 Anton-Wildgans-Preis
2021 Droste-Förderpreis
2020 3sat-Preis bei den Tagen der deutschsprachigen Literatur in Klagenfurt
2019 Literaturpreis der Europäischen Union
2018 Literaturpreis der Stadt Bremen
Foto ®Clemens Schmiedbauer

UNFOLLOW STELLA
Dublin im Frühling. Patsy Logans Leben steht still. Beruflich wie privat zwischen allen Stühlen, sucht sie nach dem Knopf für ihren Neustart. Und bald auch nach einer Vermissten. Die österreichische ExJournalistin Stella Schatz, die seit einiger Zeit in Dublin lebt, ist verschwunden. Ihre Familie befürchtet das Schlimmste, doch gibt es keine Hinweise auf ein Verbrechen, und damit vorerst keinen Grund für Ermittlungen. So wendet sich die Verwandtschaft an Sam Feuerstein, Polizeiattache in der österreichischen Botschaft in Dublin – und der bittet Patsy um Hilfe. Für die ist die Suche nach Stella eine willkommene Ablenkung von ihrem eigenen Leben. Gemeinsam beginnen Patsy und Sam die letzten Tage vor Stellas Verschwinden nachzuvollziehen, tauchen tiefer ein in Stellas Doppelleben auf der Schattenseite der Sozialen Medien – und setzen dadurch eine Spirale immer bedrohlicherer Ereignisse in Gang.
„Ein Krimi wie die irische See – rau und einnehmend, kühl und aufregend, aber vor allem: erfrischend!“
Iris
Iris ist Schriftstellerin, sie ist viel auf Reisen, in Europa und darüber hinaus. Es sind Momente des Einverständnisses, die sie in den Begegnungen findet, die sie dabei macht. Momente der Bekräftigung in einem Leben, das sich oft am Rand der Erschöpfung bewegt.
Wieder zu Hause berichtet sie von diesen Reisen, und Anton hört ihr zu und zeigt Iris seinerseits die Fotos, die er als Künstler mit schadhaften Kameras macht. Ihre Beziehung zu Anton (wie zu anderen Männern) gründet auf Abmachungen.
Während sich Iris’ Fantasie an der Geschichte der Hexenprozesse zu entzünden beginnt, drängen Erinnerungen aus ihrer Kindheit immer stärker an die Oberfläche. Bis schließlich ihr Arrangement mit Anton eine tiefe Erschütterung erfährt.

Klapperstorch
Das ist schon blöd, wenn du in der Früh auf den Balkon trittst und ein Klapperstorch in deinem Garten steckt. Blöd deshalb, weil deine Frau nicht schwanger ist und das überhaupt nicht lustig findet. Und für die Liesl ist es doppelt blöd, weil sie alle in Öd für schwanger halten und denken, dass sie dahintersteckt, weil sie sich den in Österreich weltbekannten Showmoderator Adam Möschl angeln wollte, bevor er in den Ruhestand abtaucht. Als er dann auch noch in seinem alten Wohnmobil in Flammen aufgeht, ist allen klar: Die Liesl war es. Dabei war es doch ganz anders. Aber wie soll sie der Welt beweisen, dass sie nicht schwanger ist, obwohl sie es doch so gern wäre. Nur halt nicht vom Möschl. Und ermordet hat sie ihn auch nicht.

Kurt Palm
1955 in Vöcklabruck geboren, lebt er als Autor und Regisseur in Wien. Palm wurde mit der gefeierten TV-Produktion »Phettbergs Nette Leit Show« (1994-96) bekannt. Sein Bestseller »Bad Fucking« (Residenz 2010) wurde 2011 mit dem Friedrich Glauser-Preis für den besten deutschsprachigen Krimi des Jahres ausgezeichnet und war auch als Film erfolgreich. Sein 2022 erschienener Roman »Der Hai im System« (Leykam ), wurde mit dem Leo Perutz-Preis ausgezeichnet.
Foto ®Minitta Kandlbauer

Trockenes Feld
Kurt Palm schreibt in diesem Buch erstmals über seine Familiengeschichte. Welche Traumata sind uns und unseren Leben eingeschrieben, die durchaus Gänsehaut erzeugen?
»Meine Eltern wurden aus Jugoslawien vertrieben und wir sind froh, dass wir so eine schöne Wohnstube besitzen«, schreibt Kurt Palm 1964 in sein Schulheft. Seine Mutter musste 1943 auf einem Pferdewagen aus Suhopolje in Kroatien fliehen, Ziel: unbekannt. Sein Vater wurde als 18-Jähriger vom Schweinestall an die Front geschickt, um in einer deutschen Uniform gegen Partisanen in Slowenien und Frankreich zu kämpfen. Trotzdem hatte die Biografie der Eltern für den jugendlichen Sohn kaum eine Bedeutung, sie waren einfach seine Eltern. Erst nach ihrem Tod beginnt er über seine Herkunft, über Fluchterfahrungen, über Täterschaft und Mitläufertum nachzudenken.

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