Geschichte
Die Geschichte der WASNERIN: Altes bewahren & Mut, Neues zu probieren.
Die Wurzeln der WASNERIN lassen sich bis ins 15. Jahrhundert zurückverfolgen. Damit blicken wir auf eine lange gastwirtschaftliche Tradition zurück, die bis heute spürbar ist. Zugleich gehört die behutsame Weiterentwicklung seit jeher zum Haus. Der Ursprungsbau der WASNERIN wurde bei den Deichen angelegt. Heute befindet sich hier der Golfplatz Ausseerland. Schon damals wurde hier ein Wirtshaus für Fuhrleute betrieben.
15. Jh.
Ursprung der WASNERIN
Die Wurzeln des Anwesens reichen bis ins 15. Jahrhundert zurück. Der Ursprungsbau lag auf dem Lerchenreither Plateau bei den damaligen Deichen, auf deren Gelände sich heute der Golfplatz Ausseerland befindet. Im Moorwasser hielt man einst Karpfen, die während der Fastenzeit als Speise dienten. An diesem besonderen Ort wurde bereits früh ein Wirtshaus betrieben, in dem Fuhrleute einkehrten. Schon damals galt der Ort als einzigartiger geomantischer „Kraftplatz“.

1866
DIE WASNERIN zur Kaiserzeit
Im Jahr 1866 erfolgte ein Neubau, in dessen Zuge dem Haus die „k. u. k.“-Lizenz eines gehobenen „Gasthauses mit Bier und Branntweinausschank“ erteilt wurde. DIE WASNERIN wandelte sich in dieser Zeit zu einem Zentrum für Sommerfrischler. Im Kaffeesalon der WASNERIN trafen sich Wiener Prominenz, Gäste aus Adelskreisen, Angehörige des gehobenen Bürgertums und Persönlichkeiten aus der Kultur.

Ab 1868
Der Kurort Aussee & die Terrain-Kuren
Im Jahr 1868 wurde Aussee zum Kurort ernannt. Die Kurärzte erkannten damals bereits, dass Bewegung bei Herz-Kreislauf-Erkrankungen wichtig ist. Kurarzt Dr. Josef Schreiber entwickelte daraufhin die „Terrain-Kuren“ – Wanderungen in Etappen von rund 150 Höhenmetern. Das in Terrassen angelegte Ausseer Becken bot dafür ideale Bedingungen. Die erste Etappe führte die Kurgäste vom Ort Bad Aussee rund 150 Höhenmeter hinauf auf das Lerchenreither Plateau, wo die WASNERIN liegt. Die Wirte der WASNERIN erkannten rasch, dass sie sich mit der Bewirtung der Kurgäste ein Zubrot verdienen konnten. Von der WASNERIN führte die zweite Etappe der Kur weiter zur heute nicht mehr bestehenden Pfeifferalm in Richtung Sommersbergsee, wo einst Kaiserin Sissi weilte. Auf diesen Spaziergängen kamen die Gedanken in Fluss. Schon damals ließen sich die „Kreativen“ von der einzigartigen Umgebung inspirieren.

1877 bis 1913
Treffpunkt für Kunst & Kultur
Zwischen 1877 und 1913 verkehrten im Gasthaus DIE WASNERIN zahlreiche Kurgäste, Sommerfrischler und Literaten. Der Komponist Wilhelm Kienzl kam in dieser Zeit viele Male als Sommergast hierher und schuf 1894 in der WASNERIN seine berühmteste Oper „Der Evangelimann“. Um die Jahrhundertwende zählten Gustav Mahler, Alma Mahler-Werfel, Oskar Kokoschka, Hugo von Hofmannsthal, Richard Strauss, Egon Wellesz und viele mehr zu den Gästen. Der Schriftsteller Friedrich Torberg verewigte den „Gang zur WASNERIN“ in seinem Gedicht „Sehnsucht nach Altaussee“. Auch der „Wiener Kreis“, dem u. a. Hermann Bahr, Richard Beer-Hofmann, Raoul Auernheimer, Felix Braun, Leopold von Andrian und Arthur Schnitzler angehörten, war Gast in der WASNERIN.

1916
Brand & bauliche Zäsur
Ein Brand infolge eines Blitzschlages machte im Jahr 1916 eine Sanierung des Gasthauses notwendig. Die Grundmauern aus dieser Zeit sind bis heute erhalten. Heute steht das Traditionshaus unter Denkmalschutz.

1934
Das Alpenhotel WASNERIN
Nach der Übernahme durch die Familie Steinbichler wurde 1934 der bis heute außen unveränderte Bau zum „Alpenhotel WASNERIN“ vollendet. Das Haus wurde als reiner Holzbau in markanter Bauweise nach Plänen der Wiener Architekten Leopold Böhm & Jelinek errichtet und bot für die damalige Zeit eine luxuriöse Ausstattung: Alle Zimmer verfügten über fließendes Kalt- und Warmwasser, vier besaßen zudem eine eigene Badewanne. Ergänzt durch ein großzügiges Restaurant, galt das Hotel als Leitbetrieb der Region. Schon in dieser Phase bestand die Vision, das Haus in Anlehnung an die historischen Terrain-Kuren wieder gesundheitsorientierten Gästen zu widmen.

Bis in die 90er
Sommerfrische, Filmkulisse & Kulturtreffpunkt
Nach dem Zweiten Weltkrieg machten die Panoramalage, das einladende Hotel und die gebotene Dienstleistung das Haus zu einem beliebten Ausflugsziel und zu einem Ort der Sommerfrische. Zudem diente das Haus als Drehort zahlreicher Filme – darunter „Wetterleuchten am Dachstein“ mit Marianne Koch, Elfriede Ott und Hans Weigel. Über die Jahre wurde das Haus wiederholt adaptiert und entwickelte sich in den 1990er-Jahren zum Kulturtreffpunkt.

2005 & 2006
Vom Traditionshaus zum Gesundheitshotel
Ab 2005 wurde die frühe Vision eines gesundheitsorientierten Hauses neu aufgegriffen und umgesetzt. Nach der Erweiterung um einen modernen Zubau wurde DIE WASNERIN im Juni 2006 als Gesundheitshotel neu eröffnet. In der darauffolgenden Zeit wurde der Betrieb zunächst durch internationale Hotelketten geführt.

Seit 2012
Persönlich & familiär geführt
Seit der Übernahme im Jahr 2012 führen Petra und Davor Barta das Haus persönlich und mit familiärer Art. Ihre Arbeit verbindet professionelle Leitung und kontinuierliche Qualitätsentwicklung mit Liebe zum Detail und einem respektvollen Umgang mit der Natur. Dabei legen sie Wert auf die Bewahrung dieses besonderen Kraftplatzes. Unter ihrer Leitung entwickelte sich das Haus zu einem Auszeit-Refugium und kulturellen Rückzugsort mit besonderem Bezug zur Literatur. Heute ist DIE WASNERIN ein Leitbetrieb des Ausseerlandes und mit rund 100 Mitarbeitenden der zweitgrößte Arbeitgeber in der Region. Persönliche Betreuung, aufmerksamer Service, eine fundierte Mitarbeiterausbildung und die besondere Atmosphäre prägen den Aufenthalt. Der G’sund & Natur SPA wurde wiederholt mit drei Lilien im RELAX Guide ausgezeichnet.

Auszeichnungen & Anerkennungen
Die WASNERIN wurde in verschiedenen Bereichen mehrfach ausgezeichnet.
- Falstaff SPA GUIDE: Bestes Adults-only-SPA-Hotel in Österreich (2026)
- DACH Spa Award: Gewinner in der Kategorie "Naturhotel" (2026)
- 1000things Community Award: 2. Platz als beliebtestes Wellness-Hotel in Österreich (2026)
- Connoisseur Circle: Kategorie Naturhotels (2025)
- 1000things Community Award: 2. Platz als beliebtestes Wellness-Hotel in Österreich (2025)
- 4-Sterne-Superior-Klassifizierung: Wiederholte Höchstnoten bei Mystery Tests (seit 2013)
- RELAX GUIDE: 3 Lilien und 18 Punkte (seit 2014)
- RELAX GUIDE: Bestes Yoga-Hotel Österreichs (2019)
- SPA Star Award: Bestes SPA-Konzept beim SPA Life Germany Kongress (2020)
- Hôtelier & Hôtelière des Jahres (2015), verliehen durch den Fachverband der Hotellerie der Wirtschaftskammer Österreich
- Glücksbringer des Jahres: Österreichweit bester Ausbildungsbetrieb, gewählt von einer Fachjury (2016)
- Ausgezeichneter Lehrbetrieb in der Steiermark (2014 und 2024)
- Star of Styria: Auszeichnung der Top-Lehrabsolventen und des Betriebs (2017, 2019 und 2023)
- Hospitality HR Award: 3. Platz für innovative Mitarbeiterbindung, verliehen von der Deutschen Hotelakademie (2021)
- Green Panther: Werbepreis für das Konzept „Literarische Momente“ (2018)
- German Design Award: Auszeichnung für das Hotelmagazin „NABEL“ (2020)
- pfotencheck.com: 4 Pfoten für den Urlaub mit Hund (jährlich überprüft)
- hundehotel.info: 5 Doggies für den Urlaub mit Hund (jährlich überprüft)
Woher kommt der Name „WASNERIN“?
Der Name wird mit dem mittelhochdeutschen Wort „wase“ beziehungsweise „Wasen“ in Verbindung gebracht, das eine grasbewachsene Fläche bezeichnet. Als Haus- und Hofname steht „Wasner“ für Menschen, die auf einer solchen Flur wohnen. Die grünen Wiesen rund um das Gut sollen die ehemaligen Besitzer zu diesem Namen inspiriert haben. Der Name „Wasner“ ist im Ausseerland bereits in Urkunden aus dem Jahr 1474 nachweisbar. Einer alternativen Überlieferung nach war „Wasner“ auch eine Berufsbezeichnung für Torfstecher. Das Moor am Lerchenreither Plateau war im Mittelalter offenbar gut für die Torfgewinnung geeignet. Das Haus war lange Zeit schlicht als „WASNER“ bekannt. Da das Haus über viele Generationen von weiblicher Hand geführt wurde, setzte sich spätestens 1934 die Bezeichnung „DIE WASNERIN“ durch.


Das Ausseerland hat immer Saison
Der Mensch braucht Orte, an denen er Besonderes erleben kann





