Marlies Kobald
Goldmedaille bei den Tourismus-Staatsmeisterschaften in der Kategorie "Cook"
Mit ihrem Können verzaubert Marlies Kobald nicht nur täglich unsere Gäste – auch auf der Bühne konnte sie ihr Talent bereits unter Beweis stellen. Nach den Tourismus-Staatsmeisterschaften zählt sie nun zu den besten Nachwuchsköchen der Steiermark.
Im Interview mit der Zeitung „Mein Bezirk“ erzählt sie etwas über sich und ihre größte Leidenschaft – das Kochen.
Warum hast du dich für eine Lehre als Köchin entschieden?
Ich habe mein Hobby zum Beruf gemacht. Als mir der Unterricht im Gymnasium zu trocken wurde, war mir relativ schnell klar, dass ich gerne eine Ausbildung zur Köchin machen möchte. Da das Arbeiten in der Küche auch meistens sehr abwechslungsreich ist, war das auch ein entscheidender Punkt für mich.
Was macht dir in der Küche am meisten Spaß?
Ich liebe die Herausforderung, Speisen unter gewissen Zeitvorgaben auf den Punkt zu bringen. Deshalb würde ich sagen, am meisten Spaß macht es mir im Abendservice, wo die „Wasnerin“ ausgebucht ist und alles perfekt abgestimmt sein muss. Aber auch das selbstständige Kochen und vorbereiten der Gerichte mache ich unglaublich gerne.

Welche Gerichte bereitest du am liebsten zu?
Mein Lieblingsbereich ist die Patisserie, da ich sehr perfektionistisch bin. Denn dort muss man einerseits sehr genau bei den Mengen sein und andererseits sind auch viele feine Arbeiten durchzuführen.
Und deine Lieblingsspeise?
Für mich persönlich geht nichts über einen Kaiserschmarrn mit Apfelmus oder die Lasagne meiner Mama.

Du hast bei den Staatsmeisterschaften im Tourismus im Bereich „Cook“ die Goldmedaille gewonnen: Was bedeutet diese österreichweite Auszeichnung für dich?
Vor allem die Motivation hat sich bei mir damit noch einmal gesteigert. Es ist auch eine Bestätigung, dass ich mich für den richtigen Weg in der Gastronomie entschieden habe. Und natürlich ist es schon ein tolles Gefühl, wenn man weiß, man gehört zu den besten Kochlehrlingen österreichweit, was wiederum mein Selbstbewusstsein auch gestärkt hat.
Hast du dich für die Junior Skills speziell vorbereitet?
Ja. Für die Landesmeisterschaften im Jänner habe ich zweimal einen Kurs besucht und für die Staatsmeisterschaften danach haben wir drei Monate lang mit einem Trainer wöchentlich unser Menü zubereitet und perfektioniert.

Was waren die Aufgaben und Schwierigkeiten bei den Junior Skills?
Wir bekamen im Vorhinein einen Warenkorb und auch einige Vorgaben für unser Menü. Daraufhin stellte jeder sein eigenes Vier-Gänge-Menü zusammen, welches wir in fünf Stunden kochen mussten. Zusätzlich wurde am Wettbewerbstag eine ‚Mystery-Aufgabe‘ gezogen, die wir der Jury innerhalb von 90 Minuten vorlegen mussten. Das war bei uns eine originale Wiener Vanillesoße. Die Schwierigkeit bestand darin, dass man die gesamten fünf Stunden von mehreren Jurymitgliedern genau beobachtet wurde. Das löste in mir großen Druck aus.

Du bist derzeit im zweiten Lehrjahr: Was gefällt dir an der Ausbildung in der „Wasnerin“ besonders gut?
Wir sind ein tolles Team und ich komme gerne in die Arbeit, das war mir bei meiner Auswahl vom Lehrbetrieb besonders wichtig. Ich wurde sofort dabei unterstützt, bei den ‚Skills‘ mitzumachen, was nicht selbstverständlich ist. Ich darf in jedem Bereich arbeiten und auch wenn ich Fragen habe, wird sich immer Zeit für mich genommen.
Gibt es ein Land, das du aufgrund seiner Küche gerne einmal bereisen möchtest?
Ja, Frankreich. Weil dort ja eigentlich der Ursprung von sehr vielem in der Küche ist. Aber auch Italien, die Schweiz oder die Niederlande sind kulinarisch interessant.

Möchtest du irgendwann einmal ein eigenes Restaurant führen?
Das ist schon ein kleiner Traum von mir. Ich habe bereits jetzt schon einige Ideen im Kopf, die ich gerne umsetzen würde. Aber das hat noch Zeit, da ich davor noch so viel Erfahrung wie möglich in verschiedenen Bereichen und Restaurants sammeln möchte.

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