Weniger wird mehr

Ihre Gastgeberin Petra Barta im Interview

Anlässlich der aktuellen Gesundheitskrise denken auch wir täglich darüber nach, inwiefern sich der Tourismus und das Reiseverhalten verändern wird. Wir blicken der Zukunft jedoch sehr positiv entgegen, da wir den Weg von Qualitätstourismus in kleinen feinen Häusern schon immer für den Richtigen hielten.
Lesen Sie dazu ein Interview aus dem Jahr 2018 im Magazin Spirit of Styria:

WENIGER IST MEHR

Binnen weniger Jahre formte die Hotelmanagerin Petra Barta aus einem „klassischen“ Hotel einen weithin ausstrahlenden Leuchtturm-Betrieb. DIE WASNERIN mit ihrer bevorzugten Bad Ausseer Panoramalage rangiert heute, gestützt auf drei Lilien im renommierten Relax Guide, in der absoluten Spitzenklasse der steirischen Wellnesshotels.

Als reines Wellnesshotel sieht sie DIE WASNERIN allerdings nicht, schüttelt Petra Barta den Kopf, das sei mittlerweile ein zu austauschbarer Begriff. „Immer größere SPA-Flächen mit immer mehr Pools und Saunen – das ist genau nicht unser Weg.“ Barta betrachtet DIE WASNERIN als „Auszeit-Refugium“ – in sich groß und doch so klein.

Eine Kombination aus vielem sei es, worauf sich die Attraktivität des Hauses gründe: Landschaft und Seen des Ausseerlandes; dessen Tradition als Sommerfrische-Stützpunkt von Adel, Intellektuellen und Künstlern; der Charme der Einheimischen; die Möglichkeiten für Sport, Bewegung, Berg- und Naturerlebnisse; die Qualität der Küche; die Atmosphäre des Hauses; Ausstrahlung, Kompetenz und Engagement der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter; Herzblut, Leidenschaft, Authentizität, die Gäste hier erleben würden. Wellness mit entsprechend hochwertiger Infrastruktur sei in diesem Kontext nur ein – wenn auch unverzichtbarer –  Mosaikstein.

HISTORISCHES ERBE

Große Bedeutung kommt dem historischen Bestandsobjekt der WASNERIN aus dem 15. Jahrhundert zu, das, behutsam revitalisiert, heute nicht nur Suiten, sondern auch behagliche Stuben beherbergt, eine ganz besondere Kulisse für die kulinarische Inszenierung, die das Haus seinen Gästen zu bieten hat. „Als Solitär“, erklärt Barta, „hebt uns dieser Altbestand von neu errichteten Häusern ab und macht uns zu etwas Besonderem“. Als ältestes Traditionshaus in der Region galt es, Dinge gründlich zu entstauben und Neues mit Liebe und Feingefühl zu integrieren.

Von Beginn an setzte Barta darauf, die Aura der Region ins Haus zu holen. Etwa, indem sie Literatur zu einem tragenden Motiv in der Auszeitkultur der WASNERIN machte. In den letzten Jahren ist das Haus zu einem der führenden Literaturhotels im Alpenraum avanciert und mit LITERASEE hat ein, weit über Österreich hinaus anerkanntes Wortfestival, zu einer Positionierung mit hohen Imagewerten beigetragen. Rund 1.500 Bücher vorwiegend literarischer Provenienz warten in einer Bibliothek darauf, gelesen zu werden, regelmäßig finden hochkarätige Literaturwochenenden mit den Topautoren der deutschsprachigen Literaturszene statt. Eigene Schreibstipendien oder ein Lese-Concierge sind nur ein paar der mittlerweile viel geschätzten Extras. Die literarische Bühne dafür bietet der einstige Seminarraum, der in die WORT.ART – eine besondere Leselounge umgewandelt wurde. Alles anzubieten, war nicht mehr zeitgemäß, daher entschied Barta, sich klar zielgruppengerecht zu positionieren und die vor ihrer Zeit praktizierte Seminar und Tagungshotellerie – nicht mehr weiterzuführen.

NEUORIENTIERUNG MIT GASTGEBERFORMAT

Zwei Hotelketten als Betreiber konnten sich mit ihren Positionierungsversuchen nicht durchsetzen, daher holten die Eigentümer Petra Barta und ihren Mann Davor als Management-Duo ins Haus. Expertisen haben ergeben dass eigentümergeführte Häuser, gerade in sensiblen Regionen, der richtige Ansatz sind. Die beiden, ein eingespieltes Team mit klarer Rollenverteilung (Petra Barta die bestimmende Kraft im Management, ihr Mann als präsenter Ansprechpartner bei den Gästen), hatten bereits in führenden Fünfsterne-Top-Häusern, wie beispielsweise DER STEIRERHOF in Bad Waltersdorf oder DAS KRANZBACH bei Garmisch Partenkirchen, höchst erfolgreich agiert. In der Rolle der Beiden als präsente Gastgeber der WASNERIN bekam das Haus ein neues Gesicht.

„Mir war klar, dass ich mit der Region arbeiten und dem Haus hier wieder jene Stellung verschaffen musste, die es verdient. Es galt das Vertrauen in der Region zu gewinnen, das Standing am Markt neu zu definieren, ein Team aus Mitarbeitern, Beratern, Designern und Architekten zu formen, das sich mit der Region und dem Haus identifiziert.“ Die Eigentümer waren dafür bereit, mittlerweile an die 4 Millionen in die Neuausrichtung zu investieren, um über die neu definierte Qualität neue Gästeschichten anzusprechen. Dazu hat man sich von allen Billig-Vertriebs-Schienen verabschiedet und mit viel Feingefühl und neuen Marketingstrategien die WASNERIN neu aufgestellt. Nach etwa einem Jahr stellten sich die ersten Erfolge ein.

Die Jahresauslastung wurde so in den letzten Jahren mehr als verdoppelt. „Auf längere Sicht soll dieser Wert auf etwa 85 Prozent steigen“, setzt sich Barta noch ehrgeizigere Ziele. Der Anteil der Stammgäste und Wiederkehrer steige kontinuierlich. „Das Beste, was passieren kann, sind zufriedene Gäste, folglich Weiterempfehlung.“ Mit den getätigten Investitionen setzte ein stetiger Erneuerungs- und Vertiefungsprozess ein, wie er für Häuser dieser Kategorie und Qualitätsstufe, so sie sich an der Spitze behaupten wollen, unerlässlich ist. Heute prägt ein ästhetisch konsistenter Stil das Haus, Gemeinschaftsbereiche wie Zimmer und Suiten. So treffen etwa Polstermöbel in den Lounges aus der italienischen Designschmiede Moroso auf Living-Walls heimischer Hersteller.

VERTIEFUNG STATT BESCHLEUNIGUNG

Entschleunigung, Rückzug, Natur, Offline sein, Kultur und Gemeinsamkeit – das seien Themen, auf die sie setze. „Weniger ist mehr.“ Diesem Prinzip soll auch die WASNERIN gerecht werden. „Wir werden auf keinen Fall größer werden, sondern die Zahl der Zimmer reduzieren, Zimmer zu Suiten zusammenlegen, neue Wohlfühlfaktoren und Rückzugsmöglichkeiten schaffen.“ Vertiefung statt Wachstum und Beschleunigung. „Ich versuche vorausschauend zu planen, habe neben einem Plan B meist auch schon einen Plan C im Kopf.“ Neues Marktpotenzial sieht Barta nach wie vor im heimischen Raum als auch in Deutschland. „Ich hoffe auch, dass über kurz oder lang die durchschnittliche Verweildauer, aktuell drei Tage, wieder steigen wird. Weil viele Menschen schon jetzt feststellen, dass sie erst durch längere Aufenthalte der Online-Gesellschaft entkommen.“

Bereits als Kind sei es ihr Ziel gewesen, ein Hotel zu führen. Nach einer wirtschaftlichen und touristischen Ausbildung und speziellen Zusatzausbildungen in Marketing und Management, arbeitete sie in Häusern der 5 Sterne-Topkategorie. Nach wie vor stelle sie extrem hohe Ansprüche an sich und hält sich ständig „fit“ für die steigenden Ansprüche im Tourismus. „Es ist extrem wichtig, nicht stehen zu bleiben. Du darfst in diesem Job nicht nachlassen. Mitarbeiter oder Gäste zu vernachlässigen – beides ist fatal. Mit der WASNERIN habe ich meinen Job mit meinen Ansprüchen bisher gut ausleben können.“

Für ihre Performance als Gastgeber wurden Petra Barta und ihr Mann Davor 2015 beim wichtigsten Hotelpreis Österreichs, dem „Sterne Award“ mit dem prestigeträchtigen Titel „Hotelier und Hôteliere“ des Jahres ausgezeichnet. 2016 folgte der „Glücksbringer“ als bester Ausbildungsbetrieb Österreichs.

 

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