Offenes Buch auf Bett - Literaturhotel Die Wasnerin

LiteraKult

09.06 bis 12.06.2022

Kultur trifft den Sommer

Ein Haus wie DIE WASNERIN ist seit Jahrhunderten Treffpunkt für literatur-, musik- und theateraffine Menschen und Persönlichkeiten. Die vielzitierte Sommerfrische erfährt hier einen neuen Impuls und soll uns wieder die Freude und die Feinheit von unbeschwertem Kulturgenuss näherbringen. Diese Tradition wollen wir heuer erstmalig mit einem „Special“ neu aufleben lassen und von 09. bis 12. Juni „Bühne“ sein für eine kulturelle Vielfalt.

Das Programm:

Auftaktveranstaltung am Donnerstag, 09.06.2022:
Johannes Silberschneider – 20:00 Uhr an unserem HERZSTÜCK.DIE BAR
Der Ausnahmeschauspieler, der aus dem Ensemble des „Jedermann“ und von zahlreichen Film- und Theaterproduktionen in Deutschland und Österreicher bekannt ist, eröffnet mit einer Leseperformance.

Freitag, 10.06.2022:
Anna Baar – 11:00 Uhr in unserer WORTART.DIE LOUNGE
war mit „Nil“ im Vorjahr im Rennen um den Österreichischen Buchpreis. In ihrem neuen Erzählband „Divan mit Schonbezug“ umkreist sie die Frage, was denn ein „Zuhause“ ist und rechnet ab mit dem Verschweigen und Vertuschen in Österreich.

Esther Kinsky – 16:00 Uhr im Alpengarten Bad Aussee
zählt europaweit zu den Spitzenvertreterinnen im Bereich des Nature Writing. In ihrem neuen, mehrfach preisgekrönten Roman „Rombo“ ruft sie in großer literarischer Qualität die Erdbebenkatastrophe im Friaul im Jahr 1976 in Erinnerung. Für ihre Werke erhielt sie zahlreiche Literaturpreise, zuletzt u. a. den Erich-Fried-Preis.

Samstag, 11.06.2022:
Reinhard Kaiser-Mühlecker – 11:00 Uhr im Woferlstall Bad Mitterndorf

verhalf dem Anti-Heimatroman zu neuer Brisanz. Sein jüngster Roman „Wilderer“ brachte ihm auch in Deutschland und in der Schweiz schon kurz nach der Veröffentlichung große Lobeshymnen ein.

Teresa Präauer & Norbert Trawöger – 20:00 Uhr auf unserer Dachterrasse
Teresa Präauer ist eine der wichtigsten Repräsentantinnen der neuen österreichischen Gegenwartsliteratur. Gemeinsam mit Norbert Trawöger, dem virtuosen Musiker und künstlerischen Leiter des Brucknerorchesters, erfährt das Zusammenspiel von Poesie und Musik neue Dimensionen. Eine grandiose Wort-&Klang-Performance. Teresa Präauer erhielt ganz aktuell den diesjährigen Ben Witter Preis.

Sonntag, 12.06.2022:
Julia Gaiswinkler & der Jugendchor „Joy“ – 11:00 Uhr auf unserer Kastanienterrasse
Die junge Ausseerin begeistert mit Texte aus Ihrem Schaffen. Neben ihren Siegen beim 7. Ingeborg Bachmann Junior Wettbewerb und des Option Awards 2020 hat sie im Vorjahr ihr erstes Buch veröffentlicht „Mélange“.
Begleitet wird sie bei ihrer Lesung vom vom JUGENDCHOR „JOY“. Der Chor aus blinden Kindern unter der Leitung von Edith Völk, die sich dem Thema Wochenend und Sonnenschein widmen und für einen schönen Ausklang sorgen.

(Programmänderungen vorbehalten)

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  • 3 Nächte (von 09.06.-12.06.2022) in unseren gemütlich gestalteten Zimmern und Suiten mit Balkon oder Terrasse
  • Eintritte zu allen Literatur- und Kulturveranstaltungen von LiteraKult
  • Alle anfallenden Transfers zu Veranstaltungen die außer Haus stattfinden
  • Freie Sitzplatzwahl bei allen Veranstaltungen
  • Ausgedehntes Frühstück bis mittags mit vielfältigsten biologischen Produkten und allerlei gesunden, kalten und warmen Gerichten
  • Mehrgängiges Menü mit zahlreichen Wahlmöglichkeiten, charmant serviert
  • sowie alle weiteren WASNERIN-Verwöhnleistungen

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Rombo

Im Mai und im September 1976 erschüttern zwei schwere Erdbeben eine Landschaft und ihre Bevölkerung im nordöstlichen Italien. An die tausend Menschen sterben unter den Trümmern, Zehntausende sind ohne Obdach, viele werden ihre Heimat, das Friaul, für immer verlassen. Die Materialverschiebungen infolge der Beben sind gewaltig, sie bilden neues Gelände, an denen sich die Wucht des Eingriffs ablesen und in die Begriffe der Naturkunde fassen lässt. Doch für das menschliche Trauma, für die Erfahrung…

In Esther Kinskys neuem, noch vor Erscheinen preisgekröntem Roman berichten sieben Bewohner eines abgelegenen Bergdorfs, Männer und Frauen, von ihrem Leben, in dem das Erdbeben tiefe Spuren hinterlassen hat, die sie langsam zu benennen lernen. Von der gemeinsamen Erfahrung von Angst und Verlust spleißen sich bald die Fäden individueller Erinnerung ab und werden zu eindringlichen und berührenden Erzählungen tiefer, älterer Versehrung.

  • A. Straubinger, der international erfolgreiche Filmemacher, Journalist (ORF) und Seminarleiter beschäftigt sich seit rund zwei Jahrzehnten mit den Themen Fasten und Gesundheit und gibt dieses Wissen in Büchern, Vorträgen und Workshops weiter.
  • Nathalie Karré, die Unternehmerin und gefragte Expertin für Potenzialentfaltung, Change, Organisations- und Führungskräfteentwicklung begleitet als Erfolgs-Coach und Vortragende seit 25 Jahren Menschen auf dem Weg zu einem jüngeren, gesünderen, dynamischeren Selbst.

Reinhard Kaiser-Mühlecker

wurde 1982 in Kirchdorf an der Krems geboren und wuchs in Eberstalzell, Oberösterreich, auf. Er studierte in Wien und führt die Landwirtschaft seiner Vorfahren. »Ich sehe es als eine Art Verpflichtung an, die Welt, die ich kenne, erfahrbar zu machen – einem, der sie nicht kennt.« Sein Debütroman ›Der lange Gang über die Stationen‹ erschien 2008, anschließend die Romane ›Magdalenaberg‹, ›Wiedersehen in Fiumicino‹, ›Roter Flieder‹, ›Schwarzer Flieder‹ sowie ›Zeichnungen. Drei Erzählungen‹. Der Roman ›Fremde Seele, dunkler Wald‹ stand 2016 auf der Shortlist des Deutschen Buchpreises. Zuletzt erschien der Roman ›Enteignung‹. Für sein Werk wurde Reinhard Kaiser-Mühlecker mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet, darunter dem Österreichischen Staatspreis. Siegfried Lenz formulierte zum Werk Kaiser-Mühleckers: »Es ist wunderbar, wie Sie schreiben«, und Peter Handke: »Zwischen Stifter und Hamsun sind Sie ein Dritter.« Im Frühjahr 2022 erschien der neue Roman von Reinhard Kaiser-Mühlecker, ›Wilderer‹.

Wilderer

»Ich sehe es wirklich als eine Art Verpflichtung an, die Welt, die ich kenne, darzustellen, also erfahrbar zu machen – einem, der sie nicht kennt.« Reinhard Kaiser-Mühlecker
Jakob führt den Hof der Eltern und kämpft gegen den Niedergang. Als die Künstlerin Katja sich als Praktikantin anbietet, scheinen sich die Dinge zum Guten zu wenden. Gemeinsam bauen sie eine biologische Tierhaltung auf, sie heiraten und bekommen einen Sohn. Doch Jakob findet keine Ruhe, sein grausamer Zorn bricht immer wieder hervor. Hat Katja ihn getäuscht, hat sie nur mal einen wie ihn haben wollen, einen Bauern? Reinhard Kaiser-Mühlecker erzählt von Herkunft und existentieller Verlorenheit in einer Welt, die sich radikal wandelt.

  • A. Straubinger, der international erfolgreiche Filmemacher, Journalist (ORF) und Seminarleiter beschäftigt sich seit rund zwei Jahrzehnten mit den Themen Fasten und Gesundheit und gibt dieses Wissen in Büchern, Vorträgen und Workshops weiter.
  • Nathalie Karré, die Unternehmerin und gefragte Expertin für Potenzialentfaltung, Change, Organisations- und Führungskräfteentwicklung begleitet als Erfolgs-Coach und Vortragende seit 25 Jahren Menschen auf dem Weg zu einem jüngeren, gesünderen, dynamischeren Selbst.

Teresa Präauer

geb. 1979, studierte Germanistik und bildende Kunst. Im Wallstein Verlag erschienen die Romane »Für den Herrscher aus Übersee«, »Johnny und Jean« und »Oh Schimmi« sowie der Großessay »Tier werden« und das Geschichtenbuch »Das Glück ist eine Bohne«. Sie erhielt zahlreiche Auszeichnungen und Preise, unter anderem den aspekte-Preis 2012, den Erich-Fried-Preis 2017 und den Ben Witter Preis 2022. Teresa Präauer lebt in Wien.

  • A. Straubinger, der international erfolgreiche Filmemacher, Journalist (ORF) und Seminarleiter beschäftigt sich seit rund zwei Jahrzehnten mit den Themen Fasten und Gesundheit und gibt dieses Wissen in Büchern, Vorträgen und Workshops weiter.
  • Nathalie Karré, die Unternehmerin und gefragte Expertin für Potenzialentfaltung, Change, Organisations- und Führungskräfteentwicklung begleitet als Erfolgs-Coach und Vortragende seit 25 Jahren Menschen auf dem Weg zu einem jüngeren, gesünderen, dynamischeren Selbst.

Mädchen

Ein literarisch-verspielter Text über Zugehörigkeit und Abgrenzung, über die Schwierigkeiten und Heiterkeiten des Heranwachsens.

Teresa Präauer widmet sich in diesem Buch einer Figur, die in ihren Büchern bisher beinah ausgespart geblieben ist: dem Mädchen. In persönlichen Erinnerungsstücken und literarischen Betrachtungen erzählt sie über Kindheit und Konkurrenz, Mädchenbanden und Bubenspiele. Über Zugehörigkeit und Abgrenzung und über die Schwierigkeiten und das Glück des Heranwachsens. »Mädchen« steckt voller Beobachtungen, Zärtlichkeit und Heiterkeit und ist ein intimes Geschenk der sprachmächtigen Autorin an ihre Leserinnen und Leser.

Norbert Trawöger

entzieht sich kategorisch jeder Schublade. Der vielfältig gestaltende Musiker ist Künstlerischer Direktor des Bruckner Orchester Linz und Intendant des Kepler Salon. Trawöger lebt „genial-schräg“ (OÖN) in sich ständig verändernden künstlerischen Aggregatzuständen, meldet sich dabei immer wieder unruhig zu Gesellschaft, Kunst und Kultur zu Wort, spielt Flöte und mit seinen Kindern.

Spiel

„Der Spielraum ist das menschliche Zauberterritorium, in dem wir uns verlieren, ohne verloren gehen zu können und dabei immer von etwas gefunden werden.“
Wir spielen uns auf, wir bringen uns ins Spiel, wir spielen die erste Geige oder sind lediglich Ersatzspieler, wir sind verspielt oder verspielen alles. Eine Sache jedoch vergessen wir gern, ¬sobald wir dem Kindesalter entwachsen zu sein glauben: Spiel ist Selbstvergessenheit, Versunkenheit, innere wie äußere Bewegtheit, ein Möglichkeitszustand. Spielen ist ernst, aber nimmt sich nicht ernst.
Einer Schaukelbewegung gleich schwingt sich Norbert Trawöger durch federleicht miteinander verknüpfte Geschichten. Es geht um Improvisation, das Absichts- und Zwecklose, um Drausbringer und Anarchisten, um Mut und um Regeln, die man kennen sollte, um sie zu brechen. Es geht um einen Großvater beim Sensenmähen, um das Staunen der Kinder, wenn sie nach dem Sinn ihres Spiels gefragt werden, und um Toni Sailer, der „seine Schi aafoch laffn lost“. Wir stehen gern mit beiden Beinen auf dem Boden der Tatsachen. Doch wirklich ins Spiel kommen wir erst, wenn wir kurz schwerelos werden. Willkommen auf dem Spielplatz.

Wie heiter einen der famose Norbert Trawöger mit diesem Buch stimmt. Als ob er es schaukelnd geschrieben hätte: mit den Füßen den Boden immer nur streifend, den Blick gen Himmel gerichtet, zugleich fest verwurzelt.
Katja Gasser

Anna Baar

geb. 1973 in Zagreb (ehem. Jugoslawien). Kindheit und Jugend in Wien, Klagenfurt und auf der dalmatinischen Insel Brac. Ihr Debütroman »Die Farbe des Granatapfels« stand drei Monate, ihr Roman »Nil« zwei Monate auf der ORF-Bestenliste. 2020 wurde sie mit dem Humbert-Fink-Literaturpreis der Stadt Klagenfurt ausgezeichnet. Anna Baar lebt in Klagenfurt und Wien.

Weitere Infos zu unseren Gastautor:innen

Johannes Silberschneider
Einer der umtriebigsten und wandlungsfähigsten Schauspieler im deutschen Sprachraum". An der Seite von Ben Kingsley drehte er den Fernsehzweiteiler "Anne Frank - The Whole Story", der mit einem Emmy-Award ausgezeichnet wurde 2015 zum 2. Mal in der Rolle des "Armen Nachbarn" in der JEDERMANN-Inszenierung bei den Salzburger Festspielen zu Gast! Über 200 Kinofilme und Fernsehproduktionen mit Größen wie Michael Haneke, Axel Corti und Herbert Achternbusch und an die 100 Theaterproduktionen.

© tinksi
Esther Kinsky
wurde 1956 in Engelskirchen geboren und wuchs im Rheinland auf. Für ihr umfangreiches Werk, das Übersetzungen aus dem Polnischen, Russischen und Englischen ebenso umfasst wie Lyrik, Essays und Erzählprosa, wurde sie mit zahlreichen namhaften Preisen ausgezeichnet. Warwick Prize for Women in Translation 2021 (Longlist) W.-G.-Sebald-Literaturpreis 2020 Deutscher Preis für Nature Writing 2020 W.-G.-Sebald-Literaturpreis 2020 Christian-Wagner-Preis 2020 Erich Fried Preis 2020 Preis der Leipziger Buchmesse 2018 Internationaler Hermann-Hesse-Preis 2018 Düsseldorfer Literaturpreis 2018 Karl-Dedecius-Preis 2011 Paul-Celan-Preis 2009

© Heike Steinweg

Rombo Im Mai und im September 1976 erschüttern zwei schwere Erdbeben eine Landschaft und ihre Bevölkerung im nordöstlichen Italien. An die tausend Menschen sterben unter den Trümmern, Zehntausende sind ohne Obdach, viele werden ihre Heimat, das Friaul, für immer verlassen. Die Materialverschiebungen infolge der Beben sind gewaltig, sie bilden neues Gelände, an denen sich die Wucht des Eingriffs ablesen und in die Begriffe der Naturkunde fassen lässt. Doch für das menschliche Trauma, für die Erfahrung... In Esther Kinskys neuem, noch vor Erscheinen preisgekröntem Roman berichten sieben Bewohner eines abgelegenen Bergdorfs, Männer und Frauen, von ihrem Leben, in dem das Erdbeben tiefe Spuren hinterlassen hat, die sie langsam zu benennen lernen. Von der gemeinsamen Erfahrung von Angst und Verlust spleißen sich bald die Fäden individueller Erinnerung ab und werden zu eindringlichen und berührenden Erzählungen tiefer, älterer Versehrung.
Anna Baar
geb. 1973 in Zagreb (ehem. Jugoslawien). Kindheit und Jugend in Wien, Klagenfurt und auf der dalmatinischen Insel Brac. Ihr Debütroman »Die Farbe des Granatapfels« stand drei Monate, ihr Roman »Nil« zwei Monate auf der ORF-Bestenliste. 2020 wurde sie mit dem Humbert-Fink-Literaturpreis der Stadt Klagenfurt ausgezeichnet. Anna Baar lebt in Klagenfurt und Wien.

© Johannes Puch

Divân mit Schonbezug Geschichten über das Fremde und gleichzeitig Schöne, über das Heranwachsen zwischen den Kulturen, Heimat und Sehnsucht. Was meint man, wenn man Zuhause sagt? Wo ist man heimatberechtigt? Heimat wird nicht gefunden, aber sie holt einen ein, taucht im Rückspiegel auf, sobald man ausbrechen will. Von Zagreb, Klagenfurt oder Wien nach Teheran ist es oft nur ein Gedankensprung. Da wie dort interessiert sich Anna Baar weniger für Schauplätze und angebliche Sehenswürdigkeiten als für das Geheime und Verheimlichte. Sie sieht genau hin, geht über Schmerzgrenzen, erzählt von der Großmutter, die im Zweiten Weltkrieg gegen die Nazis kämpfte und im jugoslawischen Bruderkrieg vor den eigenen Leuten in ihren Keller fliehen musste, von der einst schönen, bewunderten Frau, die sich als kranke Greisin nicht zurechtmachen lässt für die Freunde aus Kärnten. Immer geht es um das Anderssein, um den Hass der Deutschkärntner gegen die Kärntner Slowenen und Jugoslawen, den Kindheitsduft von Mandeln und getrockneten Feigen, um Heimatstolz und Heimatscham, um die Erkenntnis, dass schöne Worte nicht taugen, das Schreckliche zu benennen. Einmal wütend, dann wieder zärtlich und heiter schreibt Anna Baar gegen die eigene Sprachlosigkeit an, ringt um präzise Worte für das Unsägliche und Beschönigte. Ihre Beschäftigung mit dem Vergangenen zielt auf das Heutige ab. Ein tiefgründiges, politisches und hochaktuelles Buch.
Reinhard Kaiser-Mühlecker
wurde 1982 in Kirchdorf an der Krems geboren und wuchs in Eberstalzell, Oberösterreich, auf. Er studierte in Wien und führt die Landwirtschaft seiner Vorfahren. »Ich sehe es als eine Art Verpflichtung an, die Welt, die ich kenne, erfahrbar zu machen – einem, der sie nicht kennt.« Sein Debütroman ›Der lange Gang über die Stationen‹ erschien 2008, anschließend die Romane ›Magdalenaberg‹, ›Wiedersehen in Fiumicino‹, ›Roter Flieder‹, ›Schwarzer Flieder‹ sowie ›Zeichnungen. Drei Erzählungen‹. Der Roman ›Fremde Seele, dunkler Wald‹ stand 2016 auf der Shortlist des Deutschen Buchpreises. Zuletzt erschien der Roman ›Enteignung‹. Für sein Werk wurde Reinhard Kaiser-Mühlecker mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet, darunter dem Österreichischen Staatspreis. Siegfried Lenz formulierte zum Werk Kaiser-Mühleckers: »Es ist wunderbar, wie Sie schreiben«, und Peter Handke: »Zwischen Stifter und Hamsun sind Sie ein Dritter.« Im Frühjahr 2022 erschien der neue Roman von Reinhard Kaiser-Mühlecker, ›Wilderer‹.
©  Jürgen Bauer

Wilderer »Ich sehe es wirklich als eine Art Verpflichtung an, die Welt, die ich kenne, darzustellen, also erfahrbar zu machen – einem, der sie nicht kennt.« Reinhard Kaiser-Mühlecker Jakob führt den Hof der Eltern und kämpft gegen den Niedergang. Als die Künstlerin Katja sich als Praktikantin anbietet, scheinen sich die Dinge zum Guten zu wenden. Gemeinsam bauen sie eine biologische Tierhaltung auf, sie heiraten und bekommen einen Sohn. Doch Jakob findet keine Ruhe, sein grausamer Zorn bricht immer wieder hervor. Hat Katja ihn getäuscht, hat sie nur mal einen wie ihn haben wollen, einen Bauern? Reinhard Kaiser-Mühlecker erzählt von Herkunft und existentieller Verlorenheit in einer Welt, die sich radikal wandelt.
Teresa Präauer
geb. 1979, studierte Germanistik und bildende Kunst. Im Wallstein Verlag erschienen die Romane »Für den Herrscher aus Übersee«, »Johnny und Jean« und »Oh Schimmi« sowie der Großessay »Tier werden« und das Geschichtenbuch »Das Glück ist eine Bohne«. Sie erhielt zahlreiche Auszeichnungen und Preise, unter anderem den aspekte-Preis 2012, den Erich-Fried-Preis 2017 und den Ben Witter Preis 2022. Teresa Präauer lebt in Wien.

© Thomas Langdon

Mädchen Ein literarisch-verspielter Text über Zugehörigkeit und Abgrenzung, über die Schwierigkeiten und Heiterkeiten des Heranwachsens. Teresa Präauer widmet sich in diesem Buch einer Figur, die in ihren Büchern bisher beinah ausgespart geblieben ist: dem Mädchen. In persönlichen Erinnerungsstücken und literarischen Betrachtungen erzählt sie über Kindheit und Konkurrenz, Mädchenbanden und Bubenspiele. Über Zugehörigkeit und Abgrenzung und über die Schwierigkeiten und das Glück des Heranwachsens. »Mädchen« steckt voller Beobachtungen, Zärtlichkeit und Heiterkeit und ist ein intimes Geschenk der sprachmächtigen Autorin an ihre Leserinnen und Leser.
Norbert Trawöger
entzieht sich kategorisch jeder Schublade. Der vielfältig gestaltende Musiker ist Künstlerischer Direktor des Bruckner Orchester Linz und Intendant des Kepler Salon. Trawöger lebt „genial-schräg“ (OÖN) in sich ständig verändernden künstlerischen Aggregatzuständen, meldet sich dabei immer wieder unruhig zu Gesellschaft, Kunst und Kultur zu Wort, spielt Flöte und mit seinen Kindern.

© Reinhard Winkler

Spiel „Der Spielraum ist das menschliche Zauberterritorium, in dem wir uns verlieren, ohne verloren gehen zu können und dabei immer von etwas gefunden werden.“ Wir spielen uns auf, wir bringen uns ins Spiel, wir spielen die erste Geige oder sind lediglich Ersatzspieler, wir sind verspielt oder verspielen alles. Eine Sache jedoch vergessen wir gern, ¬sobald wir dem Kindesalter entwachsen zu sein glauben: Spiel ist Selbstvergessenheit, Versunkenheit, innere wie äußere Bewegtheit, ein Möglichkeitszustand. Spielen ist ernst, aber nimmt sich nicht ernst. Einer Schaukelbewegung gleich schwingt sich Norbert Trawöger durch federleicht miteinander verknüpfte Geschichten. Es geht um Improvisation, das Absichts- und Zwecklose, um Drausbringer und Anarchisten, um Mut und um Regeln, die man kennen sollte, um sie zu brechen. Es geht um einen Großvater beim Sensenmähen, um das Staunen der Kinder, wenn sie nach dem Sinn ihres Spiels gefragt werden, und um Toni Sailer, der „seine Schi aafoch laffn lost“. Wir stehen gern mit beiden Beinen auf dem Boden der Tatsachen. Doch wirklich ins Spiel kommen wir erst, wenn wir kurz schwerelos werden. Willkommen auf dem Spielplatz.
Julia Gaiswinkler
Julia Gaiswinkler, geboren 2001, studiert derzeit Publizistik- und Kommunikationswissenschaften an der Universität Wien. Ursprünglich aus dem wunderschönen Ausseerland stammend, begeistert sie sich seit sie denken kann für das Schreiben. Neben ihren Siegen beim 7. Ingeborg Bachmann Junior Wettbewerb und des Option Awards 2020 hat sie auch ein Buch veröffentlicht. Ihr Erstlingswerk trägt den Titel „Mélange“ und erschien im August 2021 im story.one Verlag. Lebensziel: Einmal fürs und vom Schreiben leben zu können.

© privat  

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