Narzissenfest Bad Aussee

Ein ganz besonderes Blumenfest im Ausseerland

Das Fest findet jährling schon seit 1959 im Frühjahr statt und dauert vier Tage, in denen den Gästen eine Vielzahl von Veranstaltungen geboten wird.

Der Auftakt ist die Wahl der Narzissenkönigin und zwei Prinzessinnen am Donnerstag vor dem Festwochenende. Ein Komitee trifft eine Vorauswahl der Bewerberinnen, die sich dem Ausseer Publikum zur endgültigen Wahl stellen müssen. Die Hoheiten sind bei den meisten Veranstaltungen zugegen.

Der Hauptteil des Festes ereignet sich am Sonntag: Mehrere Meter hohe Figuren aus Narzissen werden bei einem Autokorso durch das Stadtzentrum von Bad Aussee gefahren. Schon viele Monate vor dem Fest werden Entwürfe dafür entwickelt und später aus Draht gebaut. Am Tag vor dem Autokorso werden die Figuren in aufwendiger Handarbeit mit den Narzissen und anderen Blumen besteckt. Begleitet wird der Korso von Musikkapellen der Region, verschiedener Trachtenvereine und der Narzissenkönigin. Am Nachmittag findet jährlich wechselnd am Grundlsee oder am Altausseer See ein Bootskorso statt.

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Auf den Spuren von Narzissen und Dichtern
„Outdoor-Aktivitäten“ zum Frühlingserwachen

Naturschauspiel Nummer Eins ist im Ausseerland die Blüte der „Dichter-Narzisse“, die Ende Mai im Narzissenfest gipfelt. Das Frühlingserwachen können Sie aber auch bei Alm- und Seenwanderungen auf den Spuren von Literaten, bei Lauf-Trainings, auf Fahrradtouren oder beim Baum-Yoga erleben.

Griechische Dichter, wie Homer sollen die „narcissus poeticus“ gelobt haben, von Ovid ist eine Beschreibung überliefert, Mohammed schwärmte sogar: „die Narzisse nährt die Seele“. Mitte Mai bis Mitte Juni blüht sie im Ausseerland, am liebsten etwa auf der Blaa Alm, den Gösslerwiesen oder auf der Zlaim.

Dichter und Bewegung in freier Natur haben bei uns in der WASNERIN Tradition: Dank der Lage auf dem weitläufigen Plateau und des freien Blicks auf Dachstein und Loser, war DIE WASNERIN schon vor 1900 beliebter Treffpunkt für dichtende Sommerfrischler, wie Stefan Zweig oder Arthur Schnitzler. Damals avancierte Bad Aussee zum „klimatischen und Terrain-Kurort“. Bewegung in frischer Luft, besonders auf Wegen durch Fichtenwälder, kombinierte man mit einem Anstieg von etwa 150 Höhenmetern. Auf längeren Touren wanderte man zum Beispiel von der WASNERIN auf die Pfeifferalm am Fuße des Sarsteins. „Die Herrschaften – so nannten die Ausseer ihre Sommergäste liebevoll – erkundeten gerne auf Schusters Rappen die Gegend, um fernab der Großstädte ihren Kopf frei zu bekommen und die Batterien wieder aufzuladen“, erzählt uns Heimatkundlerin und Verlegerin Monika Gaiswinkler.

Abschalten wie die Wiener Literaten können Sie zum Beispiel auf dem Weg zum kleinen Sommersbergsee, der vom Hotel aus in gut 30 Minuten zu erwandern ist. Dieser Moorsee hat schon sehr früh Badetemperaturen, bezaubert im Frühjahr besonders durch die Seerosen. Den Spuren von Künstlern folgt auch ein Teil der Via Artis am Altausseersee. Direkt vom Hotel aus erreichen Sie auch den Koppental-Wanderweg, der entlang der Koppentraun und über eine Hängebrücke zur Koppenbrüller Tropfsteinhöhle und an den Hallstätter See führt. Die spannende Geschichte des Salzes erwandern Sie am besten auf der Via Salis rund um den Sandling.