Stefan Kutzenberger
23.05.2026
Exklusive Lesung mit Stefan Kutzenberger um 20:30 Uhr
„Stefan Kutzenbergers großartiger Pseudo-Briefroman Die Liste der Lebenden ist große Kunst.“
Der Standard
Ein spielerischer, origineller Roman, der die Kraft der Literatur nicht nur behauptet, sondern eindrucksvoll zeigt.
Freuen Sie sich auf einen spannenden Abend!
Ticketbuchungen direkt unter info@diewasnerin.at oder + 43 (0) 3622 52108 – Ticketpreis: € 15,00 (Für unsere Hausgäste kostenfrei.)
Stefan Kutzenberger
Stefan Kutzenberger, geboren 1971 in Linz (Oberösterreich), lebt als Schriftsteller und Universitätslektor in Wien. Für sein literarisches Werk wurde er mehrfach ausgezeichnet, unter anderem mit dem Preis der Internationalen Literaturdialoge. 2018 erschien sein Debütroman Friedinger. 2024 feierte sein Theaterstück Divas im Dilemma Premiere. Die Liste der Lebenden ist sein vierter Roman.
Foto ®paul feuersänger

UNFOLLOW STELLA
Dublin im Frühling. Patsy Logans Leben steht still. Beruflich wie privat zwischen allen Stühlen, sucht sie nach dem Knopf für ihren Neustart. Und bald auch nach einer Vermissten. Die österreichische ExJournalistin Stella Schatz, die seit einiger Zeit in Dublin lebt, ist verschwunden. Ihre Familie befürchtet das Schlimmste, doch gibt es keine Hinweise auf ein Verbrechen, und damit vorerst keinen Grund für Ermittlungen. So wendet sich die Verwandtschaft an Sam Feuerstein, Polizeiattache in der österreichischen Botschaft in Dublin – und der bittet Patsy um Hilfe. Für die ist die Suche nach Stella eine willkommene Ablenkung von ihrem eigenen Leben. Gemeinsam beginnen Patsy und Sam die letzten Tage vor Stellas Verschwinden nachzuvollziehen, tauchen tiefer ein in Stellas Doppelleben auf der Schattenseite der Sozialen Medien – und setzen dadurch eine Spirale immer bedrohlicherer Ereignisse in Gang.
„Ein Krimi wie die irische See – rau und einnehmend, kühl und aufregend, aber vor allem: erfrischend!“
Die Liste der Lebenden
13. September 1858, mitten auf dem Atlantik:
Das Auswandererschiff Austria steht in Flammen. Über 500 Menschen geraten in die größte Meereskatastrophe des 19. Jahrhunderts. Unter ihnen: Henriette Wulff, Tochter eines dänischen Admirals und engste Vertraute von Hans Christian Andersen.
Auf einer treibenden Tür, zwischen Leben und Tod, fallen alle Masken. Jahrzehntelang hat Henriette geschwiegen, sich angepasst, die erdrückende Etikette der Kopenhagener Gesellschaft ertragen. Jetzt spricht sie endlich aus, was sie immer verschwiegen hat. In einem imaginären Dialog mit Andersen rechnet sie mit seiner feigen Sexualität ab, aber auch mit sich selbst. Denn auf dieser Überfahrt ist etwas Unerhörtes geschehen: Henriette hat zum ersten Mal völlig frei geliebt, den deutschen Kapitän, die junge Wienerin Hansi, und nicht zuletzt sich selbst. Sie muss nun eine Entscheidung treffen, die alles bedeutet.
Stefan Kutzenberger erzählt vom Mut zu lieben, bevor es zu spät ist.

Klapperstorch
Das ist schon blöd, wenn du in der Früh auf den Balkon trittst und ein Klapperstorch in deinem Garten steckt. Blöd deshalb, weil deine Frau nicht schwanger ist und das überhaupt nicht lustig findet. Und für die Liesl ist es doppelt blöd, weil sie alle in Öd für schwanger halten und denken, dass sie dahintersteckt, weil sie sich den in Österreich weltbekannten Showmoderator Adam Möschl angeln wollte, bevor er in den Ruhestand abtaucht. Als er dann auch noch in seinem alten Wohnmobil in Flammen aufgeht, ist allen klar: Die Liesl war es. Dabei war es doch ganz anders. Aber wie soll sie der Welt beweisen, dass sie nicht schwanger ist, obwohl sie es doch so gern wäre. Nur halt nicht vom Möschl. Und ermordet hat sie ihn auch nicht.

Kurt Palm
1955 in Vöcklabruck geboren, lebt er als Autor und Regisseur in Wien. Palm wurde mit der gefeierten TV-Produktion »Phettbergs Nette Leit Show« (1994-96) bekannt. Sein Bestseller »Bad Fucking« (Residenz 2010) wurde 2011 mit dem Friedrich Glauser-Preis für den besten deutschsprachigen Krimi des Jahres ausgezeichnet und war auch als Film erfolgreich. Sein 2022 erschienener Roman »Der Hai im System« (Leykam ), wurde mit dem Leo Perutz-Preis ausgezeichnet.
Foto ®Minitta Kandlbauer

Trockenes Feld
Kurt Palm schreibt in diesem Buch erstmals über seine Familiengeschichte. Welche Traumata sind uns und unseren Leben eingeschrieben, die durchaus Gänsehaut erzeugen?
»Meine Eltern wurden aus Jugoslawien vertrieben und wir sind froh, dass wir so eine schöne Wohnstube besitzen«, schreibt Kurt Palm 1964 in sein Schulheft. Seine Mutter musste 1943 auf einem Pferdewagen aus Suhopolje in Kroatien fliehen, Ziel: unbekannt. Sein Vater wurde als 18-Jähriger vom Schweinestall an die Front geschickt, um in einer deutschen Uniform gegen Partisanen in Slowenien und Frankreich zu kämpfen. Trotzdem hatte die Biografie der Eltern für den jugendlichen Sohn kaum eine Bedeutung, sie waren einfach seine Eltern. Erst nach ihrem Tod beginnt er über seine Herkunft, über Fluchterfahrungen, über Täterschaft und Mitläufertum nachzudenken.

Das könnte Sie auch interessieren

Das Ausseerland hat immer Saison
Der Mensch braucht Orte, an denen er Besonderes erleben kann







