DIE WASNERIN

Ein Haus voller Tradition, Kultur und Geschichte

Die Wasnerin im Jahr 1916
Postkarte aus dem Jahr 1952

DIE WASNERIN blickt auf eine lange gastwirtschaftliche Tradition zurück. Die Wurzeln des Anwesens, gebaut an diesem einzigartigen geomantischen „Kraftplatz“, lassen sich bis ins 15. Jhd. zurückverfolgen. Der Ursprungsbau der WASNERIN wurde bei den Deichen angelegt, wo sich heute der Golfplatz Ausseerland befindet. Im Moorwasser der Deiche hielt man einst Karpfen, die als Speise zur Fastenzeit dienten. Schon damals wurde hier ein Wirtshaus für Fuhrleute betrieben.

1934 Die „Wasnerin“ Steffi Steinbichler erfüllt sich mit dem „Alpenhotel Wasnerin“ einen Lebenstraum.

1866 wurde im Zuge eines Neubaus die K & K Lizenz eines gehobenen „Gasthauses mit Bier und Brandweinausschank“ erlangt. DIE WASNERIN wurde in der „guten alten Kaiserzeit“ zu einem Zentrum kultivierter Sommerfrischler und es tummelte sich die Wiener Prominenz aus Adelskreisen, feudalem Bürgertum und Kultur im „Kaffeesalon der WASNERIN“.

1868 wurde Aussee zum Kurort, man riss die Saline ab. Die Kurärzte erkannten damals schon, dass gerade Bewegung bei Herz-Kreislauf-Erkrankungen besonders wichtig ist. Kurarzt Dr. Josef Schreiber erfand die Terrain-Kuren. Es waren Ausflüge in Etappen, man stieg nur etwa 150 Meter hoch. Das Ausseer Becken ist in Terrassen angelegt und somit ideal für diese Art von Kur. So kamen die ersten Kurgäste auf dem Lerchenreither Plateau an, welches etwa 150 m über dem Ort Aussee liegt. Die Wirte der WASNERIN erkannten schnell, dass sie sich mit der Bewirtung der Kurgäste ein Zubrot verdienen konnten. Die zweite Etappe der Terrain-Kur nach der WASNERIN war die Pfeifferalm in Richtung Sommersbergsee, welche heute nicht mehr existiert. Sie lag ca. eine Stunde Fußmarsch von der WASNERIN entfernt. Dort weilte einst sogar Kaiserin Elisabeth.

Auf diesen Spaziergängen kamen die Gedanken in Fluss. Schon damals ließen sich die „Kreativen“ von der einzigartigen Umgebung inspirieren.

Zwischen 1877 und 1913 wurde DIE WASNERIN als Gasthaus betrieben. In dieser Zeit kam Wilhelm Kienzl viele Male als Sommergast hierher und schuf hier 1894 den „Evangelimann“. Um die Jahrhundertwende war die WASNERIN Treff für viele Künstler. Zu Gast waren damals Gustav Mahler, Alma Mahler Werfel, Oskar Kokoschka, Hugo von Hofmannsthal, Richard Strauß, Egon Wellesz und Friedrich Torberg, welcher „den Gang zur WASNERIN“ in seinem Gedicht „Sehnsucht nach Altaussee“ verewigte. Auch der „Wiener Kreis“, dem u.a. Hermann Bahr, Richard Beer-Hofmann, Raoul Auernheimer, Felix Braun, Leopold von Andrian und Arthur Schnitzler angehörten waren Gäste in der WASNERIN. Das Haus war schon damals ein beliebter Treffpunkt für „Kurgäste, Sommerfrischler und Literaten“.

1916 erforderte ein Brand als Folge eines Blitzschlages die Sanierung des Gasthauses. Die Grundmauern aus dieser Zeit sind bis heute erhalten geblieben. Heute steht das Traditionshaus unter Denkmalschutz.

1934 wurde, nach der Übernahme durch Familie Steinbichler, der bis heute außen unveränderte Bau zum „Alpenhotel WASNERIN“ vollendet. Als reiner Holzbau in einzigartiger, markanter Bauweise der bekannten Wiener Architekten Leopold Böhm & Jelinek errichtet, glänzte DIE WASNERIN damals durch luxuriöse Ausstattung (alle Zimmer mit fließendem Kalt- und Warmwasser und sogar 4 Zimmer mit eigener Badewanne, sowie einem großzügigem Restaurant) und somit als Leitbetrieb der Region. Die Vision, DIE  WASNERIN wieder dem gesundheitsorientierten Gast in Anlehnung an die Terrain-Kuren zu widmen, bestand schon zur damaligen Zeit.

Die einzigartige Panoramalage, das Hotel und vor allem die gebotene Dienstleistung machten DIE WASNERIN nach dem zweiten Weltkrieg nicht nur zum beliebten Sommerfrische- und Ausflugsziel, sondern auch zum beliebten Drehort zahlreicher Filme wie z.B. „Wetterleuchten am Dachstein“ mit Marianne Koch, Elfriede Ott und Hans Weigl.

DIE WASNERIN wurde immer wieder mit viel Liebe zum Detail adaptiert und entwickelte sich in den 90er-Jahren zum beliebten Kulturtreffpunkt.

2005 folgte die Umsetzung der Vision, DIE WASNERIN in ein Gesundheitshotel zu verwandeln. Ein derartiges Projekt konnte jedoch nicht allein aus dem Familienbereich finanziert werden und so fand sich eine steirische Investorengruppe zusammen. Diese entwickelte  die Projektierung im Detail und engagierte für den operativen Betrieb renommierte Hotelketten. Im Juli 2006 wurde DIE WASNERIN mit dem modernen Zubau, welcher unter anderem den 2.200 m² großen Wellness- & SPA Bereich umfasst, neu eröffnet.

Seit 2012 sind Petra & Davor Barta Gastgeber in der WASNERIN. Sie führen das Hotel auf eine sehr persönliche Art und Weise. Beide können eine rund 20-jährige nationale und internationale Erfahrung in der Gesundheits- und Wellnesshotellerie vorweisen.

DIE WASNERIN ist ein Ort des Rückzuges, des Erholens - der g’sunden Auszeit. Die Besonderheiten der WASNERIN sind neben der einzigartigen Panoramalage, der mit Abstand größte Wellness- & SPA Bereich der Region mit 2.200 m² (exklusiv nur für Hotelgäste!). Die Gastgeber bringen mit den „Literarischen Momenten“ die großartige kulturelle Tradition der WASNERIN wieder in Gang. Petra & Davor Barta laden Gegenwartsautoren zu Lesungen und Schreibstipendien in DIE WASNERIN ein und geben ihnen eine neue Schreibheimat. „Bei liebevoller Betreuung sollen hier nicht nur neue Texte entstehen, sondern auch Verborgenes und viel zu wenig Beachtetes wieder neu belebt werden“, so die Gastgeber.

Zum Namen „WASNERIN“: Der Name lässt sich aus dem mittelhochdeutschem Wort „wase“ die grasbewachsene Erdfläche, der Wasen = Rasen ableiten.  Wasner bedeutet: „Menschen, die auf grasbewachsener Flur wohnen“. Die grünen Wiesen rund um DIE WASNERIN haben die ehemaligen Besitzer des Gutes zum Namen inspiriert. Der Name Wasner taucht nachweislich in Urkunden von 1474 im Ausseerland auf.

Der Legende nach ist der Name „WASNER“ auch die Berufsbezeichnung der „Torfstecher“. Das Moor am Lerchenreither Plateau war offenbar für die Torfgewinnung im Mittelalter gut geeignet. Lange Zeit war DIE WASNERIN  unter dem Namen „WASNER“ bekannt. Da über mehrere Generationen das Haus durch weibliche Hand geführt wurde, wechselte der Name spätestens 1934 in „DIE WASNERIN“.